Es gibt eine Kostenposition, die in fast keiner Budgetplanung als Problem auftaucht. Nicht weil sie klein ist — sondern weil sie so vertraut ist, dass sie niemand mehr hinterfragt.
Veraltete Systeme. Legacy-Infrastruktur. Software, die seit Jahren läuft, aber längst nicht mehr wirtschaftlich ist.
Bei der Deutschen Bahn haben wir genau das aufgedeckt: Die Ablösung von Lotus Notes war auf dem Papier ein IT-Projekt. In Wirklichkeit war es ein Sparprogramm. Durch konsequentes Change Management und eine robuste Rollout-Steuerung wurde der Zeitplan um neun Monate verkürzt.
Ergebnis: Lizenzkosten im zweistelligen Millionenbereich eingespart — nicht durch bessere Verhandlung, sondern durch schnellere Umsetzung.
Das Muster ist immer ähnlich: Die Legacy-Kosten sind bekannt. Die Ablösestrategie scheitert nicht an der Technik, sondern an Trägheit, ungeklärten Abhängigkeiten und fehlendem Steuerungsdruck.
Die teuerste Entscheidung ist oft die, die man nicht trifft.
Haben Sie noch Systeme im Betrieb, deren Ablösung seit Jahren auf der Agenda steht — aber nie oben ankommt?
Vertiefung: Die eigentliche Hürde ist selten technisch, sondern organisatorisch — wer entscheidet über den Zeitpunkt der Ablösung, wenn niemand das System mehr aktiv verantwortet? Bei der Deutschen Bahn hat eine klare Eskalationslinie mit fixen Entscheidungsfenstern genau das gelöst: Verantwortung wurde nicht neu verteilt, sondern nur sichtbar gemacht.
Wenn Sie diese Situation aus Ihrem eigenen Haus kennen, lesen Sie mehr zu Krisenstabilisierung, Konsolidierung & Leistungsfähigkeit.